Reiss Profile – wissenschaftliche und empirische Grundlagen
Die 16 Lebensmotive des Reiss Profile sind die einzige Liste von grundlegenden Motiven und Absichten in der Psychologie, die auf einer breiten empirischen Grundlage und der Untersuchung von Tausenden von Menschen beruhen.
Sie basieren auf den faktorenanalytischen Auswertungen von sieben Studien mit insgesamt 2.548 Versuchspersonen und konnten in zwei Folgestudien mit 512 und 522 japanischen Versuchspersonen auch kulturübergreifend bestätigt werden. Alle anderen Ansätze basieren dagegen fast ausnahmslos auf reiner Introspektion – wie bei Platon –, Beobachtung von Tierverhalten – wie bei William James und William McDougall – oder theoretisch-tiefenpsychologischen Ansätzen – wie bei Henry Murray.
Nach allen bisherigen Erkenntnissen kann man davon ausgehen, dass die festgestellten Motivausprägungen situations- und zeitüberdauernd sind und sich im Laufe des Lebens nicht maßgeblich verändern.
Die wissenschaftlichen Gütekriterien, die man anlegen kann, um einen Persönlichkeitstest in seiner Qualität zu messen, werden durchgehend hervorragend erfüllt. Alle Faktorenanalysen zeigen eine reliableDie Reliabilität gibt an, wie genau die Messwerte sind. Die Retest-Reliabilität ist die Zuverlässigkeit, mit der ein Test die gleichen Ergebnisse reproduziert, wenn er von der gleichen Person unter den gleichen Umständen wiederholt wird. Die Werte liegen zwischen -1,00 und +1,00. Je näher der Wert an +1,00 liegt, umso höher die Qualität. Die Werte im Reiss Profile sind im Rahmen der Sozialwissenschaften exzellent. und valideDie Validität gibt an, ob der Test das Persönlichkeitsmerkmal misst, was er zu messen vorgibt. 13 Lebensmotive zeigen eine hohe faktorenanalytische Validität über eine große Streuung von Alter, Beruf oder Nationalität, und auch für die drei weiteren Faktoren des Reiss Profile konnte die empirische Gültigkeit bestätigt werden. Faktorenstruktur. Die durchschnittliche KorrelationDie Interkorrelation gibt an, ob die Motivdimensionen voneinander abhängig oder unabhängig sind. Die durchschnittliche Korrelation zwischen den einzelnen Motivskalen beträgt r=0,15; 81% aller Korrelationen haben einen absoluten Wert von unter r=0,2. Die stärksten Korrelationen bestehen zwischen Macht und Status (r=0,57), Rache/Wettkampf und Status (r=0,56), Ehre und Idealismus (r=0,50) sowie Ehre und Familie (r=0,42). zwischen einzelnen Motivskalen ist sehr gering, so dass man davon ausgehen kann, dass die Motivdimensionen weitgehend unabhängig voneinander sind.


